Muriwai Auckland

Auckland – eine kurze Zwischenlandung!

Von Waitomo aus machen wir uns auf den Weg nach Auckland – hier werden wir endlich Christine und Markus kennen lernen! Christine schreibt den sehr informativen Blog kiwifinch.com, über den wir sie auch kennen gelernt haben. Bei unseren Vorbereitungen war uns der Blog eine große Hilfe und in der ein oder anderen Mail hat uns Chris mit wertvollen Tipps, wie z.B. der Idee mit dem House Sitting, versorgt. Und dann war da ja auch noch unser 10kg plus Paket mit dem Trekking Equipment, dass wir den beiden nach unserer Tour durch den indischen Himalaya schicken durften… Als wir dann nicht wie zunächst gedacht in Auckland sondern in Wellington ankamen, haben sie es kurzerhand für uns mit nach Gisborne genommen als sie dort Freunde besucht haben, die Goldstücke! Wir waren also schon ziemlich gespannt, sie nun persönlich kennen zu lernen! Zumal die beiden in Gisborne ein Haus gekauft haben, in das sie voraussichtlich im September ziehen werden – ‚deutsche Kommune Gisborne’!?!

Auf dem Weg in die Metropole machen wir jedoch erst einmal einen Stop in Hamilton: Maurice fürchtet um seine künftige Tauchfähigkeit, nachdem er seit dem Schwimmbadbesuch in Taupo unter eingeschränktem Hörvermögen und starken Schmerzen im linken Ohr leidet. Unsere Diagnose: das aufblasbare Riesenkrokodil hat das Trommelfell zum Platzen gebracht. Aber ob man unser Antibiotikum für entzündete Ohren da auch zum Einsatz bringen sollte? Und ob die mit Google’s Unterstützung gestellte Diagnose wirklich korrekt ist? Wir fragen lieber einen Arzt!

Nach eineinhalb Stunden im Wartezimmer kann dieser leider auch keine sichere Diagnose stellen. Das Ohr ist so stark angeschwollen, dass er nicht bis zum Trommelfell schauen kann. Das Ausmaß der Schwellung lässt ihn allerdings einen dicken Riss vermuten: unser Antibiotikum und ein weiteres, zusätzliches kommen zum Einsatz, das Tauchen an den Poor Knights Islands wird auf unbestimmte Zeit verschoben und an das Ohr kommt für die nächsten zwei Wochen kein Wasser. Na ja… Aber wenigstens ist die Prognose gut und mittlerweile (fast zwei Monate später… – ja, wir hängen ganz schön hinterher mit dem Blog!) ist das Ohr wieder voll funktionsfähig und wasserdicht!

In Auckland angekommen machen wir uns direkt auf den Weg zu Chris und Markus und dem schon wartendem Apfelkuchen! Wir haben einen super netten Nachmittag und Abend mit den beiden (und deutschen Würstchen!), bevor wir erschöpft in unsere Betten fallen.

Am nächsten Tag machen wir vier uns auf den Weg an die Westküste während unsere zwei Gastgeber sich dem Geld verdienen widmen.

Auckland

Nach Muriwai kommt man wohl vor allem zum Surfen und Angeln. Es gibt aber noch weitere Attraktionen: Hier nisten zwischen August und März ca. 1200 Tölpel Pärchen. Der Gestank ist unglaublich! Die Vögel allerdings auch: Mit einer Flügelspannweite von ca. zwei Metern kreisen sie über uns und schaffen es immer wieder, ihren Partner und das Jungtier zwischen den tausenden Artgenossen sowie ausreichend Platz für eine Landung zu finden.

Muriwai Auckland

Muriwai Auckland

Muriwai Auckland

Muriwai Auckland

Es folgt eine anrührende Wiedervereinigungsszene – schöner und liebevoller als wir sie je bei einer Taube beobachtet haben. Hach! Aber genug für’s Herz – uns zieht es weiter nach Piha, einem weiteren Küstenort und dem Schauplatz der neuseeländischen Reality-TV-Sendung „Piha Rescue“, die wir in Wellington manchmal geschaut haben. Der Strand ist für seine gefährlichen, sich ohne Vorwarnung ändernden Riptides (Brandungsrückströmungen) bekannt, die jedes Jahr ihre Opfer fordern. Aber auch für den Lions Rock, einer interessanten, riesigen Felsformation. Leider scheitern wir bei dem Versuch, ein Foto nachzustellen, dass Heio hier vor ca. 20 Jahren gemacht hat. Ein großer Erdrutsch hat das Besteigen des letzten Drittels des Berges unmöglich gemacht.

Lions Rock Auckland

Lions Rock Auckland

Zu erreichen ist das kleine Örtchen Piha übrigens nur über eine einzige Straße, die uns durch die einsamen Wälder der Waitakere Ranges führt. Unglaublich, in welcher Einsamkeit wir uns so nahe der größten Stadt Neuseelands befinden!

Zurück in Auckland machen wir noch einen nächtlichen Ausflug, um uns gemeinsam mit Markus die Skyline anzuschauen.

Auckland

Auckland

Da wir uns nicht so richtig für Großstädte begeistern können, lassen wir die touristischen Highlights der Stadt ansonsten links liegen und nutzen unsere Zeit lieber, um uns von Markus die low-budget Shopping Highlights zeigen zu lassen. Nina und ich finden ein paar Teile in z.T. sehr stylischen Secondhand Läden (in Deutschland habe ich so etwas als nach Oma riechend in Erinnerung…) und wir sind alle traurig, dass wir so einen kleinen Kofferraum haben, als Markus uns in eine Art ‚Alte Möbel Scheune’ führt.

Am nächsten Morgen geht es für uns weiter gen Norden. Unser Ziel: Waitangi! Dort wird dieses Jahr das 175-jährige Jubiläum der Treaty of Waitangi, der ältesten Verfassungsurkunde Neuseelands, groß gefeiert. Und dort werde ich auch meine Begeisterung für die Royal New Zealand Navy entdecken…

3 Gedanken zu „Auckland – eine kurze Zwischenlandung!“

  1. Hallo ihr Wir Zwei!
    Ich denke bei euch ist es sonnig mit angenehmen Temperaturen während wir ständigen Wetter Hoch und Tiefs ausgesetzt sind. Genauso eines ist heute am Sonntag. Genau richtig zu lesen und schauen was ihr macht.
    Nun da wir uns ja noch in New Zealand gesehen haben weiss ich das ihr jetzt vermehrt sesshaft in Gisborn seid. Wie sieht es aus mit einer eigenen Wohnung? Habt ihr inzwischen was gefunden? Wie gefällt es dir Nadine an der neuen Arbeitsstelle?
    Hoffe bald einmal zu hören wie alles so läuft und geht.
    Unser Eingewöhnen geht so langsam wieder. An den Terminkalender kann ich mich nicht so recht gewöhnen. Aber es kommt schon, dafür sorgt das Umfeld schon.
    Wünsche euch beiden alles Liebe und Gute weiterhin.
    Gruss Maria und Walter.

  2. Ja, vor 28 Jahren habe ich die Felsformationen und natürlich auch die Tölpel bewundert.Euer Bild ist fast identisch. Wie alt werden eigentlich Tölpel? Ob ich auf eurem Foto wohl noch einen Kollegen von damals erkennen kann?
    Liebe Grüße an euch zwei, Heio

  3. Hab mal schnell nachgeschaut. Der Australische Tölpel ( der überwiegend in Neuseeland auf den Klippen brütet ) wird im Durchschnitt 20 Jahre alt. Vielleicht………..

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