Bajawa: Bergluft, Bambushütten und blubbernde Quellen…

Unsere nächste Station im Hochland von Flores ist das charmante Bajawa. Da ein ‚Shared Car‘ nicht viel teurer als ein Bemo ist, gönnen wir uns diesen Luxus in der Hoffnung ohne ohrenbetäubende indonesische Musik und zudem auch etwas schneller ans Ziel zu kommen.

Bajawa

Pustekuchen! Unser Fahrer fährt mit durchschnittlich 30km/h und kennt sie natürlich alle: die Hits der lokalen Volksmusik! Wenigstens hat Maurice (strategisch sinnvoll auf dem Vordersitz platziert) Einfluss auf die Lautstärke. Auch wenn wir unseren Werten Herrn Chauffeur nämlich immer wieder beten, die Stücke etwas leiser zu drehen, reißt es ihn oft so mit, dass er die Hände nicht vom Lautstärkeregler lassen kann. Wir gönnen ihm dann den Spaß, zu den heißen Beats über die Piste zu ‚fegen‘, bevor Maurice der restlichen Besatzung die Hörfähigkeit rettet. In Ruteng haben sich uns noch zwei weitere Deutsche angeschlossen und so sitzt in unserem ‚Shared Car‘ kein einziger Einheimischer, der sich auf die Seite des Fahrers schlagen könnte. Laura und Nicole machen ein Auslandssemester an der Uni in Denpasar und nutzen die Ferien, um ein paar weniger touristische Teile des Landes zu entdecken.

Baja

Baja

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In Bajawa angekommen, finden wir das Städtchen zwar auf den ersten Blick ganz attraktiv, doch warten wir zunächst einmal geschlagene zweieinhalb Stunden darauf, dass unser Mittagessen den Weg zu uns findet. Nach eineinhalb Stunden kamen wenigstens schon mal die Getränke… Das Essen war dann wirklich nicht großartig, so dass wir davon abraten, im Hotel Johny etwas anderes zu tun als schlafen, wenn man an dem Tag noch etwas anderes vor hat. Zum Glück ist Bajawa wirklich nicht groß und so haben wir es trotz der Stunden im Hotel eigenen Innenhof geschafft, noch so ziemlich das gesamte Städtchen zu erkunden.
Am nächsten Tag geht es für uns mit dem Roller nach Bena und Luba, zwei traditionellen Dörfern der Ngada. Beide liegen am Fußes des Vulkans Gunung Inerie (2245m), der die Umgebung mit heißen Quellen versorgt.

Bena

Bena

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Auch wenn die neun Klans, die in Bena leben, offiziell katholisch sind – animistische Bräuche  bestehen ganz offensichtlich weiter fort. Überall im Dorf finden sich ngadhu und bhaga (männliche und weibliche) Schnitzereien an und auf den Hütten zur Ahnenverehrung. Auf den Bildern erkennt man die Gräber, Steinstelen und Altäre, die sowohl für christliche als auch animistische Bräuche genutzt werden.

Bena

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Den Rest des Tages verbringen wir ein paar Kilometer weiter im Fluss schwimmend, sitzend oder liegend. Wir finden eine Stelle, wo sich eine heiße und eine kalte Quelle vereinen und so für jeden (je nach Position im Flusslauf) die perfekte Temperatur mit sich bringen. Während man sich linksseitig eine Abkühlung verschaffen kann, bietet die rechte Flussseite ein bisschen Sauna Feeling und weiter oben in Richtung des rechtsseitigen Flusslaufes ist sicher auch ein gekochtes Ei drin… Ich glaube ich saß noch nie drei Stunden in einem Flussbett im Wald! Auf dem Rückweg wird uns das Stück Land, auf dem sich dieses traumhafte Stück Flusslauf befindet zum Kauf angeboten… Wir sind uns nicht hundertprozentig sicher, dass wir den freundlichen Herren richtig verstanden haben, aber sagen wir mal so: bei dem Preis müsste man eigentlich zuschlagen! Schade, dass wir andere Pläne haben!

Bena

Bena

Bena

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Da wir uns nun auf dem Weg zu den drei Kraterseen des Kelimutu bei Moni befinden, entscheiden wir uns dazu den Gunung Inerie nicht zu besteigen – bei den vielen Vulkanen, die es hier gibt, kann man einfach nicht auf jeden klettern… Die Aussicht war trotzdem wundervoll:

Bena

Bena

Bena

 

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Essen & Schlafen:

  • Lukas Restaurant & Lodge: ein uriges Restaurant, ganz aus Holz gebaut und ausnahmsweise nicht dem hier üblichem kalten Licht, sondern den ganz gemütlichen guten alten Glühbirne. Aber das Beste: das Essen! Wirklich leckere westliche und indonesische Gerichte (25000 – 45000 INR). Die Lodge ist sicher auch sehr schön!

Schlafen:

  • Hotel Johny: Nicht besonders schön, aber das Preis-Lesitungsverhältnis ist wirklich in Ordnung (auf Flores scheint man generell deutlich weniger für sein Geld zu bekommen, als beispielsweise auf Bali). Für ein Zimmer mit heißem Wasser und Frühstück zahlt man 170 000 INR, es gibt auch günstigere Zimmer mit Kaltwasser oder teurere mit Klimaanlage (aber die braucht man hier im Hochland wirklich nicht…)